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Sprache bietet so viele Ausdrucksmöglichkeiten und natürlich bin ich mit Jürgen von Manger, Heinz Erhard, und Loriot aufgewachsen. Später dann kamen Hanns-Dieter Hüsch und Georg Schramm hinzu, die auch Meister der Worte sind. Bei all dem sehr unterhaltsamen Comedy Blödsinn, haben oder tragen diese Personen jedoch eine Intensität mit sich, die ich sehr schätze 

 

 

 

Markus Lüpertz

 

Man beraubt uns der Würde

 

Artikel aus der Bunte Salon

 

 

„Man beraubt uns der Würde“

 

Markus Lüpertz – der Malerfürst sagt eine intellektuelle Revolution voraus, einen Krieg gegen die Maschinen

 

Er ist einer der berühmtesten deutschen Künstler – und er lässt sich von niemanden den Mund verbieten.

 

Markus Lüpertz hat sich in 19 Gemälden mit dem Grundgesetz und einer Skulptur hat er sich mit dem Thema Grundgesetz auseinandergesetzt. Im Zentrum: die Würde des Menschen. Warum der Malerfürst sie in großer Gefahr sieht, erklärt er im Bunte Interview.

 

Warum gehen viele Menschen so respektlos mit einander um?

Weil die Menschen untereinander keine ästhetische Wahrnehmung mehr haben. Sie nehmen den anderen nicht mehr als schön, spannend, interessant wahr.

 

Woran liegt das?

Viele Bürger haben in einen Tarnmodus geschaltet. Unter dieser Tarnung bringt jeder seine eigenen Schäfchen ins Trockene. Der andere ist Ihnen egal.

 

Was meinen Sie mit Tarnmodus?

Schauen Sie doch, wie die Leute herumlaufen: Turnschuhe zum schnellen Weglaufen, Jeans und Kapuzenshirts, um sich zu verbergen. Eine gebückte Haltung, um nicht aufzufallen..

 

Wovor verstecken sie sich denn?

Der Grund für dieses Verhalten ist, dass ihnen das Selbstbewusstsein geraubt wurde

 

Wer sind die Räuber?

Wir haben eine Politik, die kaum Ideale verkauft. Stattdessen wird verwaltet. Der Mensch hat einen statistischen, einen kommerziellen Wert, aber keinen ideellen. So wird jeder Einzelne seiner Würde beraubt.

 

Was genau hat das mit einem Verlust der Würde zu tun?

Wir leben in einer Welt, die nur noch auf Verträgen und Vorschriften herumreitet: Eheverträge, Erbschaftsverträge, Pflegeverträge. Wir leben in einem verwalteten Frieden, den viele mit Demokratie und Freiheit verwechseln. In Wahrheit aber herrscht Kriegszustand: Wir haben permanent Angst, übervorteilt oder in eine Auseinandersetzung verwickelt zu werden.

 

Wie kommt es, dass Sie in Ihrem Kampf für mehr Würde so allein dastehen?

Wir Maler haben in den Medien kaum noch einen künstlerischen Präsenz. Die Neugierde der Presse hat sich auf andere, schneller begreifbare Events eingelassen.

 

Es gibt aber auch wenig Gegenwehr.

Viele meiner Kollegen ruhen in sich selbst und sind nicht bereit, zu medialen Events und Wohlfühlphrasen Antwort zu geben. Und es werden auch viele Äußerungen aufgrund einer Flüchtigkeit falsch interpretiert und leichtsinnig aus dem Zusammenhang gerissen. Darum ziehen sich manche Kollegen zurück.

 

Ihre Prognose für die Kunst?

Aufgrund der völlig herunter gekommenen Bildung haben es Maler und Bildhauer schwer, eine öffentliche Position zu beziehen. Beide großen Künste sind im klassischen Sinne unverstanden, da die Fähigkeit, sie zu lesen, heute keine Ausbildung mehr erfährt

 

War es das also mit der Kunst?

Wir werden über kurz oder lang eine intellektuelle Revolution erleben, eine Art Krieg gegen die Maschinen, da sich ein wacher Geist auf Dauer nicht mehr diesem Gepiepe aussetzen will. Das ist meine Hoffnung. Oder aber wir erleben eine hirntote Welt, die sich nur noch über Grunzen und Fluchen auseinandersetzt. Und das wäre auch das Ende der Kunst

 

 

 

Wenn Du erst einmal in die Arbeitswelt eingetaucht bis dann sind irgendwie alle Tage gleich. Die einzigen Ereignisse sind medizinischer Art! aus "Elementarteilchen"

 

 

 Die Sätze die Günther Schramm hier erzählt, werden wohl auch für die kommenden Jahrzehnte wahr bleiben und dürfen daher nicht in Vergessenheit geraten https://www.youtube.com/watch?v=wiiqNx-3Goo

 

 

 

 

Aphorismen

"Sie dürfen nicht alles glauben was Sie denken" -- Daniele Ganser

„Nur wenige sind es wert, dass man ihnen widerspricht“ -- Ernst Jünger

„Ungenauigkeit - ist immer ein Umweg“  -- Carl Sternheim

 „Nur Idioten ändern sich nie“ -- Georges Pompidou

„Der Irrtum ist die tiefste Form der Erfahrung“ -- Martin Kessel

„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung“ -- Heinrich Heine

„Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht“ -- Heinrich Nordhoff

„Takt wird nur bemerkt, wenn man ihn nicht hat“ -- Lebensweisheit

 

"Nehmen Sie sich in Acht, ich beiße wesentlich besser als ich bellen kann"

 

"Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können" Mark Twain

 

"Wir Menschen sind Qualitätswesen und keine Qualitätswesen" Harald Lesch 

 

"Mit manchen Leuten sollte man nicht diskutierten, Sie ziehen Dich auf Ihr Niveau -- und dann machen Sie dich mit Ihrer Erfahrung fertig" Mark Twain - frei nach Harald Lesch 

 

 

 

Auszüge aus Gedichten

Goethe 1797

Der Zauberlehrling 

Und sie laufen! Naß und nässer

Wird's im Saal und auf den Stufen.

Welch entsetzliches Gewässer!

Herr und Meister! hör mich rufen! -

Ach, da kommt der Meister!

Herr, die Not ist groß!

Die ich rief, die Geister,

Werd ich nun nicht los.

 

Gehorche meinem Winken

Geh, gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboss oder Hammer sein.

 

  • "Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn eine Wildsau sich an ihr reibt?"
  • "Wenn Sie jetzt so tun, als hätten Sie das gerade nicht gesagt, werde ich so tun, als hätte ich es nicht gehört."
  • "Nehmen Sie das zurück, sonst antworte ich Ihnen!"

 

 

 

 Heinz Erhardt einer meiner Liebsten

 

 

Ritter Fips und ein Wochenprogramm

Am Montag, noch auf weicher Daune,
litt Ritter Fips an schlechter Laune.
Das war an sich nicht ungewöhnlich:
den anderen Rittern ging es ähnlich.

Am Dienstagmorgen war der Ritter
bei Nachbarsleuten Babysitter.
Das Kind war siebzehn und hieß Magda –
Herr Fips blieb gleich den ganzen Tag da.

Am Mittwoch zählte er mit Mühe
auf einer Wiese seine Kühe.
Dann legte er sich müde nieder
ins Gras und sah auch Magda wieder.

Am Donnerstag saß Fips im Garten
und spielte dort mit Magda Karten,
wobei ihm bald ein Nullspiel glückte,
weil er geschickt die Dame drückte.

Am Freitag gab’s, was Fips nicht mochte,
gebratne Fische und gekochte,
drum schlich er sich mit leerem Magen
zu Magda, wo die Schinken lagen.

Am Samstag ritt auf stillen Wegen
ins Grüne er – und das bei Regen,
erfreute sich an Flor- und Fauna –
und dann an Magda in der Sauna.

Am Sonntag ging, für alle Fälle,
der Ritter in die Schlosskapelle.
Er kniete, dachte nach und lag da –
doch das natürlich ohne Magda.

Schlussfolgerung:
Man soll stets gut den Werktag nutzen –
und sonntags seine Seele putzen.

 

Ritter Fips und das Burgverlies

Fips sprach zu seinem Knappen dies:
»Wir steigen jetzt ins Burgverlies!
Besorg uns eine Menge Lichts,
denn: ist es dunkel, sieht man nichts!«

Da sprach der Knappe voll des Leids:
»Geh nicht hinunter, Herr, vermeid’s!«
»Schön«, sagte Fips, »wenn du dich bangst,
bleib oben! Ich hab keine Angst!«

Und schon sah man mit Zuversicht,
mit Gottvertrauen und mit Licht
ihn in den Keller abwärtssteigen.
Er war allein... Ihm wurde eigen.

Da! Plötzlich saß dort, nein, wie nett,
ein Mensch! Vielmehr nur sein Skelett.
Ihm fehlten Haar, Fleisch und Gesicht –,
doch störte das den Ritter nicht!

Im Gegenteil, er fand es fein,
dann war er hier nicht so allein!
Mit Hilfe seines Lichts besah
er sich den Toten von ganz nah –,
und da erschrak er dann denn doch,
als aus dem Mund ’ne Kröte kroch...

Schlussfolgerung:
Das Angstgefühl im Burgverlies
verlässt dich erst, verließt du dies.

 

(Frei nach Schillers» Taucher« )

» Wer wagt es, Knappersmann oder Ritt,
zu schlunden in diesen Tauch?

Einen güldenen Becher habe ich mit,
den werf ich jetzt in des Meeres Bauch!

Wer ihn mir bringt, ihr Mannen und Knaben,
der soll meine Tochter zum Weibe haben!«

Der Becher flog.
Der Strudel zog
ihn hinab ins greuliche Tief .

Die Männer schauten,
weil sie sich grauten,
weg. - Und abermals der König rief :
» Wer wagt es, Knippersmann oder Ratt,
zu schlauchen in diesen Tund?

Wer's wagt - das erklär ich an Eides Statt ­
darf küssen meins Töchterleins Mund!

Darf heiraten sie. Darf mein Land verwalten!
Und auch den Becher darf er behalten!«

Da schlichen die Mannen
und Knappen von dannen.
Bald waren sie alle verschwunden - - ­Sie wussten verlässlich:
die Tochter ist grässlich! ­

Der Becher liegt heute noch unten. . .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wilde Kaiser

Dolomiten

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